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Erwartung

Erwartungen sind qualitative  Vorstellungen unterschiedlicher Wirkungen, die Individuen, Gruppen oder  Organisationen bezüglich zukünftiger Handlungen, Ergebnisse und Folgen haben. Qualitativ können diese  Zukünfte denkbar, akzeptabel, gewünscht, gefordert oder unausweichlich sein. Denkbare  Zukünfte sind logisch nachvollziehbar. Durch eine Bewertung werden Erwartungen  akzeptabel oder inakzeptabel. Wird die Zukunft begehrt, so spricht man von  einer gewünschten Erwartung. Nachdrücklich beanspruchte Bedürfnisse sind geforderte  Erwartungen. Bei einer nicht verhinderbaren oder kontrollierbaren Zukunft geht  es um eine unausweichliche Zukunft.

 
Erwartungen unterscheiden sich  bezüglich ihrer Wirkung in drei Gruppen: vorausschauende Annahmen, emotionale  Visionen und Verlangen. Vorausschauende Annahmen sind unbewertete, vom  eigenen Schicksal losgelöste Vorstellungen u.a. Hypothesen, Spekulationen  oder Vermutungen. Emotionale Visionen sind bewertete, das eigene Schicksal  betreffende Gedanken z.B. Hoffnungen, Glaube, Befürchtungen oder Ahnungen.  Verlangen sind Appelle oder Forderungen für eine beabsichtigte Zukunft, beispielsweise  Wünsche, Prämissen, Vorgaben, Spezifikationen oder Forderungen.

 
Die Objekte der Erwartung sind  Handlungen, Ergebnisse und Folgen. Handlungserwartungen sind Vorstellungen,  die beschreiben, was zu tun ist, z. B. Verrichtung, Tätigkeit, Prozess,  Vorgehen. Ergebniserwartungen sind Meinungen, die beschreiben, was zu liefern  ist, z. B. Rohstoffe, Module, Produkte und Dienstleistungen in entsprechender  Qualität. Folgen sind Ideen, die beschreiben, was bewirkt werden soll, z.B.  Folgeaktivitäten, Auswirkungen, Chancennutzung/ Risikovermeidung.
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